Alle Artikel von Peter Diener

Wie lange dauert es, um das iPad im Unterricht nutzbringend einzusetzen?

Am jährlichen Suchtpräventionstag geht es bei den Erstklässlern am Vormittag darum, verschiedene Stufen eines Suchtentstehungsprozesses zu unterscheiden und zu erkennen. Sie erarbeiten und erweitern dabei auch ihr Wissen zum Thema Tabak, beziehungsweise Nikotin. Am Nachmittag setzen sich die Jugendlichen mit Situationen auseinander, in welchen sie in Versuchung kommen könnten, Tabakprodukte zu konsumieren.

Dieses Jahr erfanden die Schülerinnen und Schüler in Sechsergruppen eine Geschichte, in der die Hauptperson zum Tabakkonsum eingeladen wird, dies aber nicht unbedingt will. Lösungsansätze sollten auch Teil dieser Kurzgeschichte sein. Mit dem iPad wurden Szenen aufgenommen und über die Cloud allen Gruppenmitgliedern zugänglich gemacht.

Nach einer 15-minütigen Kurzeinführung in die den Jugendlichen noch unbekannte App ‚Comic Life‘ erstellte jede und jeder seine eigene Geschichte. Dank dem Geschick unserer ‚digital natives‘ entstanden so in nur 70 Minuten Resultate, die sich sehen lassen können. Nicht zu denken, wie lange es mit dem Kopieren der Fotos, mit Schere, Leim und Papier gedauert hätte.

Hier drei Beispiele von Bildergeschichten vom Suchtpräventionstag:

Beispiel_1 – Beispiel_2 – Beispiel_3

Individualisieren mit iTunes U

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Auf der Plattform iTunes U kann ich als Lehrperson für ein beliebiges Unterrichtsfach einen spannenden Lernkurs zusammenstellen. Darin können Text-, Bild-, Ton- und Filmdokumente, sowie Links, Trainingsmaterialien und Arbeitsanweisungen enthalten sein. Mit der iTunes U App hat jeder Schüler und jede Schülerin bei bestehender WLAN-Verbindung Zugriff auf alle Materialien.  So können die Jugendlichen mit einem iPad immer und überall und in ihrem eigenen Arbeitstempo lernen und arbeiten.

Als Lehrperson habe ich nun während der Lektionen mehr Zeit, die einzelnen Jugendlichen beim Lernen individuell zu beraten und zu unterstützen.

Und das meinen die Schülerinnen und Schüler dazu:

Alles ist sehr übersichtlich; ich kann immer wieder nachschauen, wenn ich etwas verpasst habe; ich muss kein Buch mehr mit nach Hause tragen und habe auch kein Durcheinander mit vielen Arbeitsblättern; man kann Papier sparen; ich arbeite gerne, weil ich frei bin und  mein Tempo nicht den anderen Jugendlichen anpassen muss; ich kann selbständig und konzentrierter arbeiten; so zu arbeiten fördert meine Selbständigkeit; es ist spannend und interessant.